Zudem verhängte Al-Kaida im Westen der Stadt nach Informationen der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak «Sanktionen» über einen Stadtbezirk, dessen Bewohner sich zuvor gegen sie gestellt hatten. Die Terroristen hätten gedroht, jeden Lastwagenfahrer zu töten, der Lebensmittel dorthin liefere.
Mossul liegt rund 400 Kilometer nördlich von Bagdad. Die US-Armee hatte ihre Stützpunkte in den irakischen Städten Ende Juni geräumt. Seither hat die Gewalt in den Ortschaften wieder zugenommen.
Al-Kaida ist in der irakischen Stadt Mossul wieder auf dem Vormarsch. /


Das US-Militärkommando kündigte wegen der schlechten Sicherheitslage den Bau von fünf zusätzlichen Polizeistationen in dicht besiedelten Vierteln von Mossul an.
Weitere Anschläge
Bei weiteren Anschlägen im Irak kamen mindestens 17 Menschen um. Sechs Zivilisten kamen in der südirakischen Stadt Diwanija ums Leben, als ein an ihrem Bus befestigter Sprengsatz explodierte. Im Westen der Hauptstadt Bagdad starben drei Soldaten durch einen Sprengstoffanschlag auf ihre Patrouille.
In der westlichen Anbar-Provinz starben vier Polizisten, als sich ein Selbstmordattentäter mit einem Tanklastwagen vor einer Polizeiwache nahe der Stadt Ramadi in die Luft sprengte. An einer Landstrasse, die Mossul mit der Stadt Tel Afar verbindet, fand die Polizei zudem die Leichen von vier kurdischen Milizionären («Peschmerga»).