Gründungsgeschichten von mittelalterlichen Universitäten haben oft den Makel, dass sie entweder schlecht belegt oder dann als unspektakulärer Beschluss einer übergeordneten Instanz (Kaiser, König, Papst, Fürst) überliefert sind. Ganz anders präsentiert sich die Gründungsgeschichte der Universität Basel. Die Entstehungsgeschichte der ältesten Universität der Schweiz ist nicht nur gut belegt, sondern gibt auch spannenden Stoff für einen Comic her.
Die Gründung erfolgte innerhalb von zwei Jahren, was angesichts der Länge heutiger politischer Findungs- und Entscheidungswege Bewunderung hervorruft. Ausgangspunkt des Lobbyings für die Idee einer Basler Hochschule war die Wahl von Enea Silvio Piccolomini am 19. August 1458 zum Papst Pius II., ein Ereignis, mit dem die wenigsten rechneten, am allerwenigsten die Baslerinnen und Basler.
Wie überlieferte Dokumente belegen, packten damals Basler Persönlichkeiten die Gelegenheit beim Schopf und trieben die Gründung der Hochschule energisch und erfolgreich voran. Enea lebte anlässlich des Basler Konzils (1431-1449) von seinem 27. bis 38. Lebensjahr meistens in Basel und hat diese Stadt kennen und schätzen gelernt. Der Gang der weiteren Ereignisse und die wichtigen Personen im Comic sind alle historisch belegt. So genau wie nur möglich sind auch die Zeichnungen.
Den Comic kann man bei der Universität Basel bestellen. /

Vernissage am Rheinsprung in Basel
Treibende Kräfte des Comics sind der Historiker Dr. Claudius Sieber-Lehmann (Konzept und Autor), die Illustratorin Elena Pini und Andreas K. Heyne (Texte). Ihnen ist es gelungen, aus Tatsachen und Erfundenem einen Bildteppich zu knüpfen, der den Schwung der Gründungszeit auf 48 spannenden Seiten noch einmal aufleben lässt. Der Comic ist ab dem 20. November 2009 im Buchhandel erhältlich.
Die Vernissage des Comics findet am 19. November 2009 um 17.30 Uhr in der Alten Universität am Rheinsprung 9 in Basel statt. Referenten: Prof. Antonio Loprieno, Dr. Claudius Sieber-Lehmann und Ruedi Reinhardt. Der Anlass ist öffentlich.