li / Quelle: pd / Samstag, 5. Dezember 2009 / 11:40 h
Der Branchenverband Impressum fordert von Tamedia soziale Verantwortung und - verglichen mit dem Sozialplan - verlängerte Kündigungsfristen.
Seit der Lancierung von «News» wurde gemutmasst, dass deren Hauptzweck war, die damals neue Pendlerzeitung «.ch» vom Markt zu verdrängen.
Vor einigen Monaten wurde dieses Ziel erreicht, «.ch» wurde eingestellt. Und Tamedia schloss gestern (4.12.) - konsequenterweise - die Türen von «News». Deren Redaktorinnen und Redaktoren, die im Auftrag von Tamedia mit viel Einsatz und wenig Ressourcen eine gute Pendlerzeitung aufgebaut haben, stehen vor dem aus.
Scharmützel unter Verlegern
Was nach den Scharmützeln unter Verlegern bleibt, ist ein Scherbenhaufen. Heute ist einmal mehr klar: Die Journalisten wurden nur eingestellt, um der Konkurrenz den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Verdrängungskampf fruchtbar - auf der Strecke bleiben die Journalisten.
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Was das für die Mitarbeitenden bedeutet, scheint die Konzernleitung nicht zu kümmern - ihr war ihr verantwortungsloser Verdrängungskampf wichtiger.
Soziale Verantwortung
Nun droht den Redaktorinnen und Redaktoren, auf die Strasse geschickt zu werden, und dies mitten in der Krise, wo es schlicht keine überschüssigen Arbeitsplätze für Journalisten mehr gibt.
impressum fordert Tamedia darum auf, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen und die Entstehung von Härten konsequent zu vermeiden. So sind, wegen des noch härter gewordenen Arbeitsmarkts, längere Kündigungsfristen anzuwenden, als sie im unlängst verhandelten Sozialplan vorgesehen sind.
In eigener Sache: news.ch feiert 2010 Jubiläum
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