Hauptgrund für den Misserfolg sei der mangelnde Wille vor allem der USA und Chinas gewesen. Sie und ihre Verbündeten hätten durchsetzen können, dass sich die Staats- und Regierungschefs auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigten, sagte Carlgren beim letzten Ministerrat unter dem Vorsitz seines Landes.
In den letzten Tagen hätten die EU-Umweltminister Zeit gehabt, sich darüber Gedanken zu machen, welche Rolle die EU in Kopenhagen gespielt habe. (Im Archivbild: Sigmar Gabriel, Bundesumweltminister) /


Aber gerade deshalb gebe es keine Alternative zu den Vereinten Nationen. «Das UNO-System ist trotz all seiner Schwächen das System, das die Interessen der kleineren Länder schützt.» Allerdings müsse sich die UNO überlegen, ob ihre Instrumente richtig seien, sagte Österreichs Umweltminister Niki Berlakovich.
Wie hätten China und Indien mit ins Boot geholt werden können?
In den letzten Tagen hätten die EU-Umweltminister Zeit gehabt, sich darüber Gedanken zu machen, welche Rolle die EU in Kopenhagen gespielt habe. Strategisch wäre es laut Berlakovich für die EU wahrscheinlich wichtiger gewesen, einen Weg zu finden, wie China und Indien mit ins Boot hätten geholt werden können.
193 Staaten, darunter die Schweiz, hatten sich am Samstag nach einem knapp zweiwöchigen, beispiellosen Verhandlungsmarathon anstelle des geplanten Klimaabkommens nur auf ein vages Kompromisspapier geeinigt. Die Europäer sind damit weiterhin die einzigen mit bindenden CO2-Reduktionszielen.