Die Arbeitgeber hätten ein Angebot vorgelegt im Volumen von 1,5 Prozent mehr Lohn mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Damit hätten sämtliche Forderungen der Gewerkschaften umgesetzt werden können, sagte De Maizière. Er machte die Gewerkschaften für das Scheitern der Gespräche verantwortlich.
Der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sagte dagegen, die Angebote der Arbeitgeberseite seien «völlig unzureichend» gewesen. Vertreter des Deutschen Beamtenbundes erklärten, für 2011 hätte das Angebot der Arbeitgeber einen Reallohnverlust bedeutet.
Als Schlichter wurden der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) und Hannovers langjähriger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) benannt.
Gemäss Frank Bsirske waren die Angebote der Arbeitgeberseite «völlig unzureichend». (Achivbild) /

Schwierige Verhandlungen
Die dritte Gesprächsrunde zwischen Gewerkschaften und Regierung hatten am Mittwoch in Potsdam begonnen. Bereits in deren Verlauf hatte sich abgezeichnet, dass es zu keiner Einigung kommt.
Die Gewerkschaften forderten für die rund 2 Millionen Angestellten des Bundes und der Gemeinden Verbesserungen im Gesamtvolumen von fünf Prozent. Allerdings waren sie laut Verdi-Chef Bsirske zu Zugeständnissen bereit. Die Arbeitgeber hielten die Gewerkschaftsforderungen angesichts der leeren öffentlichen Kassen für übertrieben.
Bereits in den ersten beiden Verhandlungsrunden im Januar und Anfang Februar hatte es keine Fortschritte gegeben. Die Gewerkschaften organisierten darauf landessweite Warnstreiks.