Letzten Winter an den Weltmeisterschaften in Val d'Isère hatten die beiden Stars des Schweizer Teams gross abgeräumt. Cuche holte sich den WM-Titel im Super-G, Janka wurde Weltmeister im Riesenslalom. Hinzu kam eine weitere (Abfahrts-)Medaille, für Cuche Silber, für Janka Bronze.
Und auch in der laufenden Saison waren Cuche und Janka mit je vier Weltcupsiegen die Eckpfeiler von Swiss-Ski. Aber die Spiele von Vancouver trugen dem erfolgsverwöhnten Duo noch keinen Ertrag in Form von Medaillen ein.
Duo im Riesenslalom in Form
Cuche und Janka legten im Riesenslalom einen beeindruckenden Saisonstart hin. Cuche gewann Ende Oktober den Gletscher-Prolog ob Sölden, Janka siegte Anfang Dezember in Beaver Creek. Seither jedoch geriet etwas Sand in die Erfolgsmaschinerie, keiner der beiden schaffte es im Riesenslalom ein weiteres Mal aufs Podest.
Dass Cuche den Riesenslalom-Hang mag, bewies der Neuenburger vor zwei Jahren bei der Olympia-Hauptprobe.
Carlo Janka war nach dem Super G enttäuscht. /


Er beendete den Riesenslalom hinter dem Österreicher Hannes Reichelt auf Platz 2. Carlo Janka belegte in jenem Rennen Platz 9, was damals seiner ersten Klassierung in den Top 10 eines Riesenslaloms entsprach. «Janka hat sich im Verlauf der letzten Woche ständig gesteigert», sagt Rufener. «Mit der Abstimmung klappt es immer besser, und in der Super-Kombination hat er sich weiter Vertrauen geholt.»
Bereit fühlt sich auch Marc Berthod, der erst seit Donnerstag in Whistler weilt: «In den letzten Rennen hatte ich gute Teilabschnitte. Mein Ziel ist es, diese in einem Rennen zusammenhängen zu können. Gesundheitlich geht es mir gut.»
Vor 26 Jahren letztmals Gold im Riesenslalom
Im Riesenslalom der Männer eroberte sich Michael von Grünigen vor zwölf Jahren in Nagano als bisher letzter Schweizer eine Medaille. Von Grünigen wurde damals Dritter, hinter den Österreichern Hermann Maier und Stephan Eberharter. Die letzte der bisher drei Schweizer Goldmedaillen im Riesenslalom liegt bereits 26 Jahre zurück. Max Julen gewann 1984 in Sarajevo. Zuvor waren nur Roger Staub (1960 in Squaw Valley) und Heini Hemmi (1976 in Innsbruck) erfolgreich geblieben.