«Der Frühling hat den Arbeitsmarkt erreicht», sagt Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Zwar sei ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Frühling üblich. Doch einen derart starken Rückgang im März habe es seit 2007 nicht mehr gegeben.
Ende März 2010 waren 166'032 Arbeitslose bei den Regionalen Vermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, wie das SECO mitteilte. Das sind 6967 Personen weniger als im Februar.
Im Vergleich zum März 2009 lag die Arbeitslosenquote allerdings noch um 0,8 Prozentpunkte höher. Nach den schwierigen Wintermonaten bewegt sich die Quote aber wieder auf dem Niveau des vergangenen Herbsts.
Neue Stellen auf dem Bau
Für die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt gab es vor allem saisonale, aber auch konjunkturelle Gründe. Wegen der wärmeren Temperaturen entstanden namentlich auf dem Bau neue Stellen.
Weniger Personen in der Schweiz ohne Arbeit. /


Die konjunkturelle Aufhellung widerspiegelt sich darin, dass praktisch in allen Branchen und Kantonen die Arbeitslosigkeit gesunken ist, wie Gaillard sagt. Zum ersten Mal seit der weltweiten Wirtschaftskrise machte sich nun die Konjunkturerholung auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
Jugendarbeitslosigkeit gesunken
Deutlich gesunken ist auch die Jugendarbeitslosigkeit. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren 26'752 ohne Arbeit. Das entspricht einem Rückgang von 7,3 Prozent. Die Quote sank binnen Monatsfrist von 5,2 auf 4,8 Prozent.
Von der Arbeitslosigkeit besonders betroffen waren auch im März die Ausländer. Bei ihnen betrug die Arbeitslosenquote 8,3 Prozent. Bei den Schweizern lag sie bei 3,0 Prozent.