Die Uhrenindustrie zähle nach dem starken Anstieg im Vorjahr nun wieder etwa gleich viele Arbeitsplätze wie 2007. Der Aderlass sei im vergangenen Jahr weniger schlimm ausgefallen, als aufgrund der Wirtschaftskrise befürchtet.
Über die vergangenen fünf Jahre gesamthaft habe die Branche immer noch um über 9000 Stellen zugelegt. Seit dem Tiefpunkt im Jahr 1987 beträgt die Zunahme sogar gut 19'000 Stellen.
Zum Stichtag per 30. September 2009 zählte die Branche noch 609 Unternehmen, 20 (-3,2 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Dabei sei es weniger zu Pleiten gekommen als zu Übernahmen und Fusionen, schreibt der Verband weiter.
Produktion am härtesten getroffen
Am härtesten vom Stellenabbau getroffen wurde infolge des Nachfrageeinbruchs die Produktion, zu der auch Forschung und Entwicklung gezählt werden.
Die Schweizer Uhrenindustrie baut 8 Prozent Stellen ab. /


Hier sank die Zahl der Arbeitsplätze um 9,8 Prozent auf 36'275. In den Direktionen (-4,3 Prozent) und in den Verwaltungen (-0,3 Prozent) fielen die Einsparungen kleiner aus.
Nach dem Taucher im vergangenen Jahr hat sich die exportorientierte Branche inzwischen auffangen können. Während die Ausfuhren 2009 um 22,3 Prozent eingebrochen waren, nahmen sie in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres um 15,8 Prozent zu.
Abgeschwächter Boom
Abgeschwächt hat sich 2009 der Boom bei den Lehrlingsplätzen. Nach einem Wachstum um gesamthaft 25 Prozent in den beiden Vorjahren betrug die Zunahme im vergangenen Jahr noch 3,7 Prozent oder 36 zusätzliche Lehrstellen.
16 (Vorjahr: 15,2) Prozent der Arbeitnehmenden verfügen über einen Hochschulabschluss, 45 (43,5) Prozent über ein Diplom. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Branche gewann weiter an Bedeutung. So sind ihm nun über 85 Prozent der Arbeitnehmenden unterstellt, der Anteil der angeschlossenen Firmen stieg von gut 69 auf über 73 Prozent.