US-Präsident Barack Obama hatte 2009 auf Drängen Russlands das alte Konzept des Raketenschutzschildes seines Vorgängers George W. Bush gestoppt, das auch die USA gegen mögliche iranische Langstreckenraketen schützen sollte. Das neue System für Polen beschränkt sich auf den Schutz Europas. Die US-Raketen vom Typ SM-3 sollen zwischen 2015 und 2018 in Nordpolen stationiert werden.
Der erste Vertrag war noch von der US-Vorgängerregierung unter Präsident George W.
Clinton hofft, dass der modifizierte Vertrag in Moskau auf mehr Gegenliebe stösst. /


Bush geschlossen worden. Amtsinhaber Obama erklärte im September aber den Verzicht auf das geplante Abwehrsystem.
Der nun geplante Raketenschild helfe dabei, das polnische Volk, Europa und die Verbündeten der USA vor Bedrohungen aus dem Iran zu schützen, sagte Clinton bei der Unterzeichnung des Protokolls in Krakau. Washington hoffe, dass auch Moskau sich in «gemeinsamer Arbeit diesen Bedrohungen» stellen werde.
Mehrfaches Angebot für Zusammenarbeit an Russland
Russland hatte den ursprünglich geplanten Raketenschild wiederholt als Bedrohung für die eigene Sicherheit kritisiert und zwischenzeitlich mit der Stationierung von Iskander-Raketen in Kaliningrad gedroht. Die USA boten Russland bereits mehrmals eine Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr in Europa an.