Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 7,57 Mrd. Dollar, in Lokalwährungen betrug das Minus 5 Prozent. Das ist vor allem auf den rückläufigen Auftragseingang im Krisenjahr 2009 und Anfang 2010 zurückzuführen. Gegenüber dem Vorquartal erhöhte sich der Umsatz in Lokalwährungen um 13 Prozent, wie ABB am Donnerstag mitteilte.
Unter dem Strich erzielte ABB ein gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent geringeres Ergebnis von 623 Mio. Dollar. Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 7 Prozent auf 975 Mio. Dollar. Die EBIT-Marge ging von 13,2 auf 12,9 Prozent zurück.
Sämtliche Ergebnisse fielen besser aus als von Analysten erwartet. Die ABB-Aktie legte zu Börsenstart um 2,0 Prozent auf 20.05 Fr. zu.
ABB sieht sich gut aufgestellt, um vom Aufschung zu profitieren. /

Automationsdivison als Stütze
Die volleren Auftragsbücher verdankt ABB den beiden Automationsdivisionen, die je über ein Fünftel mehr Bestellungen erhielten. Die Energietechniksparte spürte hingegen die Zurückhaltung von Energieversorgern bei Energieübertragungsprojekten.
«In Zeiten einer rückläufigen Nachfrage im Energiebereich sorgt das Automationsgeschäft für profitables Wachstum - das ist eine grosse Stärke unseres Portfolios», wird ABB-Chef Joe Hogan zitiert.
Vor allem im Nahen Osten und Afrika sowie Europa und Asien nahm ABB mehr Bestellungen entgegen. In Nord- und Südamerika gab es einen Rückgang.
Wenige Grossprojekte
Dank des milliardenschweren Kostensenkungsprogramms seien im Quartal 400 Mio. Dollar eingespart worden, heisst es in der Mitteilung. Dies führte zu Ausgaben in Höhe von 70 Mio. Dollar.
Verluste aus Derivaten sowie Währungsschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten hätten den Betriebsgewinn zudem mit rund 60 Mio. Dollar belastet.
Der Ausblick von ABB ist zuversichtlich wegen seines frühzyklischen Geschäfts: Industriekunden tätigten mehr Investitionen, um die Effizienz und Produktivität ihrer bestehenden Anlagen zu steigern.