fest / Quelle: pd / Donnerstag, 6. Juli 2023 / 13:47 h
Die Maschinen-, Elektro- und Metall-Produkte (MEM-Produkte) umfassen die Warengruppen «Maschinen, Apparate, Elektronik», «Metalle», «Präzisionsinstrumente» und «Fahrzeuge».
Die MEM-Produkte waren lange Zeit für einen grossen Teil der Schweizer Exporte verantwortlich: 1998 lag ihr Anteil an den Gesamtexporten bei 46,4 Prozent; 25 Jahre später beträgt dieser noch 26,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum haben die chemisch-pharmazeutischen Produkte ihren Anteil an den Gesamtexporten von 28,7 auf 48,5 Prozent gesteigert. Mittlerweile hat sich der anteilsmässige Rückgang der MEM-Produkte an den Exporten verlangsamt. Zwischen 2000 und 2009 lag der Rückgang bei 3,1 Prozent pro Jahr - zwischen 2009 und 2022 betrug dieser noch 2,3 Prozent.
Maschinen und Elektronik: Seit 2020 mehr Importe als Exporte
Verantwortlich für die stark rückläufige Bedeutung der MEM-Produkte ist deren grösste Sparte, Maschinen und Elektronik.
2020 wurden jedoch erstmals wertmässig mehr Maschinen und Elektronik importiert als exportiert. /


2022 wurden Maschinen und Elektronik im Wert von 33,1 Milliarden Franken exportiert; 3,7 Prozent mehr als vor 25 Jahren. Während die Gesamtexporte in diesem Zeitraum durchschnittlich um 4,0 Prozent pro Jahr wuchsen, blieben die Ausfuhren von Maschinen und Elektronik 20-mal weniger dynamisch und legten jährlich lediglich um 0,2 Prozent zu. Von den anderen MEM-Sparten entwickelten sich einzig die Präzisionsinstrumente überdurchschnittlich (+4,6 Prozent jährliches Wachstum). Die Fahrzeugexporte stiegen um 2,7 Prozent, die Metallexporte um 2,1 Prozent pro Jahr.
Traditionell war die Schweiz lange Zeit ein Netto-Exporteur von Maschinen und Elektronik.
2020 wurden jedoch erstmals wertmässig mehr Maschinen und Elektronik importiert als exportiert. Im Jahr 2022 schrieb die Maschinen-Elektronik-Sparte ein Handelsbilanzdefizit von 3,2 Milliarden Franken.