Die Attentate in mehreren Städten richteten sich offenbar vor allem gegen die Polizei. Zahlreiche Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt, wie die Agenturen unter Berufung auf Augenzeugen, Ärzten und Polizisten berichteten.
Das schwerste Attentat ereignete sich in der südirakischen Stadt Kut, wo sich ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeiwache in die Luft sprengte. Durch die Wucht der Detonation wurden die Polizeiwache und weitere Häuser schwer beschädigt.
In der Hafenstadt Basra starben laut ersten Informationen drei Menschen durch eine Autobombe.(Archivbild) /


Weitere Anschläge ereigneten sich in der Nähe einer Polizeiwache in Nord-Bagdad, in der Schiiten-Stadt Kerbela, in Basra, Ramadi und Bakuba.
Druck auf irakische Regierung
Mit der Anschlagserie verschärfen die Aufständischen den Druck auf die irakische Regierung, die nach dem Abzug der letzten US-Kampftruppen aus dem Golfstaat künftig allein für Sicherheit und Ordnung sorgen muss. Die Extremisten nehmen dabei nun offensichtlich gezielt einheimische Sicherheitskräfte ins Visier, um die Lage weiter zu destabilisieren.
Die US-Armee hatte am Dienstag bekanntgegeben, die Zahl ihrer Truppen im Irak sei erstmals seit dem Einmarsch von 2003 auf weniger als 50'000 Soldaten gesunken. Gemäss einem Vertrag zwischen Washington und der irakischen Regierung sollen diese Truppen das Land bis Ende 2011 verlassen.