Die grossen US-Hersteller konnten auch im September die meisten Verkäufe auf sich vereinen. Ford schob sich mit einem Plus von 46 Prozent auf 161'000 Autos dabei nahe an Platzhirsch General Motors heran.
Der nach seiner krisenbedingten Teilverstaatlichung wieder an die Börse strebende Detroiter Konzern lag mit 173'000 verkauften Autos - eine Steigerung um elf Prozent - an der Spitze der Verkaufsränge.
Toyota verkauft 17 Prozent mehr
Weltmarktführer Toyota steigerte die Verkäufe um 17 Prozent auf fast 150'000 Autos. Auf die Zahlen drückte allerdings ein Absatzminus der mit Daimler konkurrierenden Edelmarke Lexus, die 5,5 Prozent weniger absetzte.
Auch die deutschen Hersteller schnitten gut ab. Europas grösster Autokonzern Volkswagen verkaufte 15 Prozent mehr Autos.
Deutlich mehr Neuwagen auf US-amerikanischen Strassen. /


Vor allem der in Europa weniger gefragte Stufenheck-Golf namens Jetta fand Anklang in den Verkaufsräumen.
Konsumenten fehlt der Glaube
Daimler setzte sogar 18,5 Prozent mehr Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart ab. Vor allem die Oberklasse-Wagen der E-Klasse seien gefragt gewesen, teilte Daimler am Freitagabend mit. Der Smart verkaufte sich dagegen nur noch halb so gut wie im Vorjahr.
Porsche verkaufte ein Viertel mehr Autos. Der Geländewagen Cayenne war dabei der Liebling der zahlungskräftigen Kundschaft des Stuttgarter Sportwagenbauers.
Trübes Konsumklima
Die starken Verkaufszahlen kommen zu einer Zeit, da die US-Konsumenten Experten zufolge nicht recht an einen Aufschwung glauben. Das Konsumklima hat sich im September eingetrübt, wie der Index für das Konsumentenvertrauen von Thomson Reuters und der Universität Michigan zeigt.
Ökonomen zufolge dümpelt die für die Wirtschaft der USA eminent wichtige Konsumentenstimmung weiter auf eher niedrigem Niveau vor sich hin - Grund seien Ängste, sich zu verschulden, und die hohe Arbeitslosigkeit.