Der Auftragseingang nahm hingegen wieder zu und lag mit 32,7 Mrd. Dollar um 6 Prozent über dem Vorjahreswert, wie ABB am Donnerstag mitteilte. Die Nachfrage nach frühzyklischen Produkten von den Industrie- und Versorgungskunden habe sich belebt, erklärte Konzernchef Joe Hogan.
Auch das Umsatzwachstum habe sich im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal beschleunigt, begünstigt durch die rege Industrienachfrage nach Energieeffizienz und Produktivitätssteigerungen. Der Absatz von Standardprodukten für die Energieübertragung sei dagegen auf niedrigem Niveau geblieben.
Der Gewinn kletterte im Schlussquartal um satte 30 Prozent auf 700 Mio. Dollar.
ABB erwartet für 2011 eine Belebung der Nachfrage. /


Der Umsatz nahm von Oktober bis Dezember um 5 Prozent zu auf rund 9,2 Mrd. Dollar.
Kosten gesenkt
Das bisherige Kostensenkungsprogramm sei abgeschlossen und die Kosten damit gegenüber dem Jahr 2008 nachhaltig um 3 Mrd. Dollar gedrückt worden. Für 2011 plant ABB weitere Kosteneinsparungen von 1 Mrd. Dollar.
Trotz der Sparmassnahmen und des deutlichen Gewinnrückgangs will ABB die Dividende gegenüber dem Vorjahr von 51 auf 60 Rappen erhöhen. Auch ABB nutzt das neue Schweizer Steuerrecht und greift für die Ausschüttung auf die Reserven des Eigenkapitals zurück, womit die Dividende nicht der Verrechnungssteuer unterliegt.
ABB geht davon aus, dass der Preisdruck noch einige Quartale anhält. Der Konzern erwartet aber für 2011 in allen Regionen eine weitere Belebung der Nachfrage, insbesondere in Schwellenländern.