Der Intelligent Power Conditioner dient dazu, eine Gebäude-Solaranlage, den Akku eines Elektroautos und das Stromnetz reibungslos zusammenarbeiten zu lassen und somit eine möglichst effiziente, durchgängige Stromversorgung zu sichern. Im Prinzip helfen die Fahrzeugbatterien dabei, die ungleichmässige Verfügbarkeit von Solarstrom auszugleichen, indem es einen tagsüber anfallenden Überschuss für die Nacht speichert. Zudem ist es möglich, das Auto bei Bedarf mit Netzstrom vollzutanken. Weiters ist der Stromrichter darauf ausgelegt, auch künftige Gleichstrom-Haushaltsgeräte zu versorgen.
In Tests zum Konzeptnachweis ist es Sharp gelungen, mithilfe der Batterie eines handelsüblichen Mitsubishi i-MiEV acht Kilowatt Strom bereitzustellen. Das reicht laut Konzern für die Stromversorgung eines Durchschnittshaushaltes.
Das energiesparende Haus nach Sharp. /


Zudem konnte der Intelligent Power Conditioner den Fahrzeugakku in nur 30 Minuten mit vier Kilowatt Strom aufladen. Nun sollen weitere Tests die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Lösung nachweisen, damit diese möglichst bald kommerzialisiert werden kann.
Speicher-Trend
Der japanische Konzern liegt mit seiner Entwicklung voll im internationalen Trend, die Akkus von Elektroautos auch als Strom-Zwischenspeicher zu nutzen. Denn das kann nicht nur die ungleichmässige Versorgung durch Ökostrom-Quellen, sondern auch Bedarfsspitzen auszugleichen. Daher verfolgen beispielsweise Forscher in den USA oder Australien, aber auch die österreichischen Elektromobilitäts-Modellregionen VLOTTE und ElectroDrive die Idee der Auto-Speicher. Entsprechend gross ist die potenzielle Bedeutung der Sharp-Entwicklung.