Einer der Rebellen-Kämpfer sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Telefon, Regierungstruppen hielten sich im Zentrum von Ras Lanuf auf. Er habe etwa 150 Mann und drei Panzer gesehen. Er und andere Rebellen hielten sich noch in der Stadt auf.
Ein zweiter Aufständischer sagte, dass Regierungstruppen per Boot in der Stadt angekommen seien. Er habe vier Schiffe mit je 40 bis 50 Personen gesehen. «Wir kämpfen gerade jetzt gegen sie», sagte der Mann, der sich als Sprecher der Rebellen bezeichnete, aber seinen genauen Standort nicht bekanntgeben wollte.
Am Donnerstag hatten Gaddafi-treue Truppen Standorte der Aufständischen in Ras Lanuf bombardiert.
Checkpoint in Ras Lanuf. /


Die Stadt liegt zwischen den von den Rebellen gehaltenen östlichen Landesteilen und dem von Gaddafi beherrschten Westen. Gaddafis Sohn Saif al-Islam hatte am Donnerstag eine Grossoffensive gegen Aufständische angekündigt.
Golf-Kooperationsrat fordert Flugverbotszone
Die Aussenminister des Golf-Kooperationsrates riefen im saudiarabischen Riad die Arabische Liga derweil dazu auf, vom UNO-Sicherheitsrat die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen zu fordern, um die Zivilbevölkerung zu schützen.
Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA erklärten die Minister, das Gaddafi-Regime habe wegen seiner Verbrechen gegen Zivilisten seine Legitimation verloren. Sie sprachen sich überdies für Kontakte zum oppositionellen Nationalrat aus.
Die Afrikanische Union (AU) ist gegen eine militärische Intervention des Auslandes in Libyen. Die Union sei der «Einheit und territorialen Integrität Libyens» verpflichtet, sagte der für Sicherheitsfragen zuständige AU-Kommissar Ramtane Lamamra.