«Wenn es nötig ist, dass Leute gezielt in den Tod gehen, um die Bevölkerung vor schlimmen Schäden zu bewahren, dann ist das eine schlechte Technologie», sagte er am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.
Der AKW-Betreiber Tepco hatte die Mannschaft am Atomkraftwerk zeitweise auf etwa 50 Arbeiter reduziert - sie werden in den Medien auch «Fukushima 50» genannt.
Gemäss der internationalen Atombehörde IAEA in Wien wurden in den vergangenen Tagen 23 Menschen beim AKW verletzt und mindestens 20 Mitarbeiter verstrahlt. Einer davon sei sehr starker Strahlung ausgesetzt gewesen.
Trotz der Gefahr gelang es Tepco offenbar, etwa 20 Freiwillige zu rekrutieren. Nach einem Aufruf des Unternehmens hätten sich sowohl Firmenmitarbeiter als auch Mitarbeiter anderer Unternehmen gemeldet, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji.
Einsatz von Wasserwerfern abgeblasen
Zuvor hatten vier Militärhelikopter tausende Liter Wasser auf die beschädigten Reaktoren geschüttet. Fernsehbilder legen aber nahe, dass sich ein Grossteil des Wassers bereits in der Luft zerstreute und den Reaktor nicht traf.
Defekte Reaktoren des AKW Fukushima 1. /


Das Wasser solle Reaktor 3 kühlen und das Abklingbecken wieder auffüllen, erklärte sie. Tepco hatte zuvor mitgeteilt, das Becken sei fast leer und die Brennstäbe würden sich immer weiter erhitzen.
Ein geplanter Einsatz von Wasserwerfern der Polizei und von Flughafenfeuerwehren bei Reaktor 3 musste am Donnerstag abgeblasen werden, weil die Strahlenbelastung zu hoch war, wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK berichtete.
Tepco versuchte fieberhaft, Stromleitungen zum AKW zu reparieren. Gelingt dies, könnte wenigstens die Kühlung in den Blöcken 1 und 2 wieder hergestellt werden. Der Reaktor 1 und die stillgelegten Blöcke 5 und 6 seien relativ stabil, erklärte die Atomaufsicht.
Experte: Nächste Tage entscheidend
Ob ein Desaster verhindert werden kann, entscheidet sich vermutlich bis Samstag. Gelinge das Kühlen nicht, würden die Brennelemente immer heisser, die Hüllen gingen kaputt. Möglicherweise komme es auch zu Bränden.