«Wir sind überzeugt von der Sicherheit unserer Anlagen», betonte Karrer vor den rund 150 anwesenden Personen an der Informationsveranstaltung. Die Axpo betreibt die beiden Beznauer Atomreaktoren auf dem Gemeindegebiet von Döttingen.
Man erfülle alle Auflagen und habe ständig in die Anlagen investiert. Die Mitarbeiter würden eine hohe Sicherheitskultur leben, hielt Karrer fest.
Daher sei man «sehr zuversichtlich», die vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) als Folge der Katastrophe in Fukushima verfügten Auflagen erfüllen zu können. Karrer schätzte die Lage in der japanischen Anlage als «noch immer sehr kritisch» ein.
Urs Weidmann, Leiter des Kernkraftwerkes Beznau (KKB), machte in seinen Ausführungen deutlich, dass der Sicherheitsstandard im KKB sehr hoch sei. «Wir haben kein Defizit, aber wir können sicherlich Verbesserungen machen», sagte Weidmann. Das gehöre jedoch zum Tagesgeschäft.
Rückhalt in der Bevölkerung
In der anschliessenden Fragerunde wurden aus der Bevölkerung keine Zweifel an der Sicherheit der Anlagen oder an der Atomenergie laut.
Notfallübung mit Rauch beim AKW Beznau. (Archivbild) /


Es wurden zahlreiche Fragen zu technischen Aspekten gestellt. Axpo-Chef Karrer erhielt höflichen Applaus am Ende der Veranstaltung.
Die Gemeinde und das untere Aaretal haben in den vergangenen Jahrzehnten gelernt, mit den atomaren Anlagen zu leben. Neben zahlreichen Arbeitsplätzen profitiert die Region auch von finanziellen Entschädigungen.
So verfügt Döttingen, das sich selbst als «Winzerdorf» präsentiert, mit einem Ansatz von 60 Prozent über den tiefsten Steuerfuss aller Aargauer Gemeinden. Der Grund sind die Steuereinnahmen der AKW-Betreiberin.
Der Reaktor Beznau I wurde 1969 in Betrieb genommen. Es ist das älteste Schweizer AKW. Reaktor II ging 1972 ans Netz. In der näheren Umgebung befinden sich auch das Zwischenlager für radioaktive Abfälle sowie das Atomkraftwerk Leibstadt.