Er werde versuchen, die bestmöglichen Bedingungen für sein Land auszuhandeln, sagte Socrates. Er führte nicht konkret aus, welche Art von Hilfe das Land beantragen will und in welcher Höhe.
Damit ist weiterhin unklar, ob Portugal nach wochenlanger Gegenwehr doch unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft. Die oppositionellen Sozialdemokraten sicherten bereits ihre Unterstützung für einen Hilfsantrag zu.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, selbst früher Regierungschef Portugals, erklärte, er habe «Vertrauen in Portugals Fähigkeit, die derzeitigen Probleme zu überwinden».
Ministerpräsident José Socrates bittet die EU um Hilfe. /


Weiter teilte er mit, dass der Antrag «in der schnellstmöglichen Weise entsprechend den einschlägigen Regeln behandelt» werden wird.
Bis zu 80 Milliarden Euro nötig
Als drittes Land nach Griechenland und Irland würde Portugal somit die Hilfe des neugeschaffenen Rettungsschirmes der EU in Anspruch nehmen. Experten rechnen damit, dass bis zu 80 Milliarden Euro für die Stabiliserung der portugiesischen Wirtschaft nötig sind.
Als Mitglied der Euro-Gruppe steht Portugal das Recht auf Finanzhilfe zu. Jedoch wird sich das Land damit auch der Aufsicht des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission unterwerfen müssen.