Bis zum 13. Juli haben die Anteilseigner Zeit, ihre Papiere eins zu eins gegen die Aktien einer holländischen Holding einzutauschen, teilte die Deutsche Börse am Mittwoch in Frankfurt mit. In der Alpha Beta Netherlands Holding soll später die Megabörse aufgehen. Die Finanzaufsicht Bafin habe bereits am 2. Mai ihr Einverständnis zum nun vorgelegten Tauschangebot gegeben, teilte die Deutsche Börse weiter mit.
Der Vorstandschef des Frankfurter Instituts, Reto Francioni, nannte die Veröffentlichung einen «weiteren Meilenstein» auf dem Weg zum geplanten Zusammenschluss.
Der geplante Zusammenschluss geht voran (Symbolbild). /


«Unsere Aktionäre haben jetzt die historische Chance, durch den Aktientausch an dem neuen, globalen Börsenkonzern beteiligt zu werden», erklärte Francioni. An der gemeinsamen Holding soll die Deutsche Börse mit 60 Prozent und die US-Börse mit 40 Prozent beteiligt sein.
Fusion zur weltweit grössten Börse
Im Februar hatten beide Institute angekündigt, sich zum grössten Börsenanbieter der Welt zusammenschliessen zu wollen. Noch ist die Fusion jedoch nicht in trockenen Tüchern. Auch die US-Technologiebörse Nasdaq und die US-Rohstoffbörse ICE buhlen um das New Yorker Institut.
Der Verwaltungsrat der NYSE Euronext hatte bisherige Offerten der beiden stets ausgeschlagen, obwohl diese deutlich über dem Angebot der Deutschen Börse gelegen hatten. Anfang der Woche hatten Nasdaq und ICE deshalb eine feindlichen Übernahme der NYSE Euronext angedroht.