Actares veröffentliche die Umfrageergebnisse am Freitag. 16 Firmen beantworteten die Fragen. Fünf dieser Unternehmen - Holcim, Nestlé, Novartis, Roche und Zurich Financial Services - gaben an, im vergangenen Jahr Zuwendungen an Parteien gemacht zu haben.
«Weltweit 106'400 Franken»
Holcim nannte eine Summe von «weltweit 106'400 Franken», machte aber keine Angaben dazu, welcher Teil davon in die Schweiz geflossen war. Roche sprach von Spenden im «niedrigen zweistelligen Tausend-Franken-Bereich» für Parteien auf Kantons- und Bundesebene. Novartis nannte ihre Unterstützung für Parteien «geringfügig».
Nestlé leistete gemäss den von Actares zitierten Angaben Beiträge an einzelne Parteien, die sich für «günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen». Zurich Financial Services unterstützt auf nationalem Niveau Parteien, die ihre Ansichten teilen.
Keine Details. /


Drei weitere Unternehmen, die UBS, die Bank Julius Bär und Swiss Re, liessen sich nicht auf ein Ja festlegen, implizierten laut Actares aber, dass sie Zahlungen geleistet hatten.
Nicht direkt für Parteien
Julius Bär etwa gab an, nicht direkt Parteien, sondern Komitees und einzelne «nahestehende» Kandidaturen unterstützt zu haben. Die Bank spendete 30'000 Franken als Unterstützung für politische Initiativen im Jahr 2010.
Swiss Re sprach von Zuwendungen «in engen Grenzen» an Organisationen, die «ihre wirtschaftspolitischen Interessen vertreten». Die UBS wurde mit dem Satz zitiert, Parteien unterstützt zu haben, die sich für ein wettbewerbsfähiges und wirtschaftsfreundliches Umfeld einsetzen.
Acht weitere SMI-Firmen gaben an, 2010 keine Zuwendungen an Parteien getätigt zu haben. Einzelne dieser Unternehmen hatten aber der Vergangenheit Parteispenden gemacht oder über Verbände politischen Einfluss genommen. Vier der 20 SMI-Firmen beantworteten die Anfrage der Aktionsvereinigung Actares nicht.