Laut Händlern waren die Abgaben nach dem Bundesfeiertag zu erwarten, da der hiesige Markt auch noch die Abgaben des Vortages nachholen musste. Obwohl in den USA das Ringen um die Schuldenobergrenze noch ein Ende fand, blieb die Nervosität hoch.
Zum Handelsschluss büsste der Swiss Market Index (SMI) 4,09 Prozent ein und schloss auf 5546,94 Punkten. Zwischenzeitlich markierte der Leitindex mit 5535,65 Zählern den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Der breite Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) verlor 4,07 Prozent und zählte schliesslich noch 5098,89 Punkte.
Angesichts der Sorgen um die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung gaben vor allem zyklische Werte deutlich nach.
Vor zwei Jahren war der SMI unter 5000 gefallen. /


Unternehmen aus der Chemieindustrie, die traditionell als Erste auf konjunkturelle Einbrüche reagieren, standen unter massivem Abgabedruck.
Breite Abschläge
Clariant-Aktien verloren bis zum Schluss 10,5 Prozent an Wert, jene von Lonza 7,2 Prozent und Syngenta-Titel 6,0 Prozent. Deutliche Einbussen auf ihren Aktienkurs mussten auch der Computerzubehörhersteller Logitech (-7,1 Prozent) oder der Stellenvermittler Adecco (-6,1 Prozent).
Aber auch die Wertpapiere von Finanzinstituten büssten erneut deutlich an Wert ein. Nachdem die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse bereits in der Vorwoche je rund 8 Prozent nachgegeben hatten, setzten die Titel am Dienstag den Sturzflug fort und schlossen 7,7 Prozent respektive 7,4 Prozent unter dem Kurs von Freitagabend.
Auch eigentlich gute Nachrichten wie die Meldung, dass die Verhandlungen zwischen der Schweiz und Deutschland über Schwarzgeld-Konten bald ein Ende finden könnten, waren für den Handel bedeutungslos. Der Aktienkurs der Bank Julius Bär hielt sich etwas besser, verzeichneten aber immer noch deutliche Verluste (-4,6 Prozent).