Der Umsatz ist um 8,8 Prozent auf rund 2 Mrd. Fr. eingebrochen, wie Givaudan am Donnerstag mitteilte. Ohne Wechselkurseffekt legten die Erträge aber um 4,3 Prozent zu. Dabei hat sich die etwas kleinere Division Aromen besser entwickelt (+4,7 Prozent) als der Geschäftszweig mit den Riechstoffen (+3,9 Prozent).
Auf operativer Ebene blieben vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) noch 368 Mio. Franken (nach 490 Mio. Fr.
Im Labor: Die Verkäufe von Givaudan verlaufen weiterhin solide. /


im Vorjahreszeitraum). Mit diesen Ergebnissen hat Givaudan die Ziele verfehlt: Analysten gingen beispielsweise von einem deutlich höheren Reingewinn aus. An der Börse verloren die Aktien zum Auftakt denn auch über 7 Prozent auf rund 762 Franken.
Nebst dem Frankenkurs kämpft das Unternehmen mit höheren Rohstoffpreisen. Das Unternehmen gibt diese Kosten an seine Kunden, also die Nahrungsmittel, Parfum-, und Waschmittelindustrie, weiter. "Wir haben in Zusammenarbeit mit unseren Kunden erfolgreich Preiserhöhungen vorgenommen", wird Konzernchef Gilles Andrier in der Mitteilung zitiert.
Produktion wird teurer
Die Anpassungen hätten bereits im zweiten Quartal Wirkung gezeigt, so dass Givaudan zuversichtlich in die Zukunft blicke. Das Unternehmen will weiterhin schneller wachsen als der Markt und höhere Margen ausweisen. Dies, obwohl die Produktionskosten im Gesamtjahr um rund 15 Prozent steigen.
Die Aktionäre müssen allerdings noch zuwarten, bis sie von diesem angestrebten Wachstum profitieren. Zuerst soll der Verschuldungsgrad von momentan 33 Prozent auf 25 Prozent sinken.