«Um unsere Themen wirklich durchsetzen zu können, müssen wir am Ende auch in Regierungsverantwortung», erklärte Nerz. Er bezeichnete die Piraten als «sozialliberale Partei»: Sie vertrete eine Sozialpolitik, die in der Nähe der SPD sei, und eine Bürgerrechtspolitik, die nahe der alten FDP-Linie liege.
Inhaltliche Schwächen
Die aktuelle FDP habe sich auf «reinen Wirtschaftsliberalismus reduziert», kritisierte Nerz.
Sebastian Nerz, Vorsitzender der Piratenpartei. /


Gegenüber der «Frankfurter Rundschau» vom Dienstag räumte Nerz inhaltliche Schwächen seiner Partei ein.
Diese wolle mehr gesellschaftliche Teilhabe am Staat, habe aber «in weiten Teilen noch nicht definiert, wie man das finanzieren kann». Auch zur Lösung der europäischen Krise habe die Piratenpartei noch keine Antworten. Die programmatische Arbeit müsse erweitert werden.