Die UNO gab am Montag in Rom den Startschuss für die 37. Tagung des Welternährungsausschusses (CFS). Bis Samstag wollen sich die Teilnehmer mit neuen Strategien gegen die Preisinstabilität beschäftigen.
Wie die in Rom ansässige UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) erläuterte, stiegen die Nahrungsmittelpreise in den Jahren 2005 bis 2008 auf das höchste Niveau der vergangenen drei Jahrzehnte.
Nicht nur Hunger, sondern auch politische Unsicherheit waren die Folge. Nach letzten Berichten der Weltbank rutschten zwischen 2010 und 2011 allein durch steigende Lebensmittelpreise fast 70 Millionen Menschen in extreme Armut ab.
Steigende Lebensmittelpreise treiben fast 70 Millionen Menschen in extreme Armut. /

925 Millionen Menschen hungern
«Für von Nahrungsmittelimporten abhängige Länder bedeutet das steigende Kosten. Für den Einzelnen unter Armen, die nicht mehr als 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben, heisst es eine Mahlzeit weniger», so die FAO.
Weltweit hungern laut Welthungerbericht der FAO noch etwa 925 Millionen Menschen. Nicht nur am Horn von Afrika, sondern in mindestens 26 Staaten wird die Lage als «sehr ernst» eingestuft.
Neben den unsicheren Lebensmittelpreisen wollen die Experten in Rom auf das sogenannte «Landgrabbing» erörtern. Schätzungen zufolge wurden in den vergangenen Jahren zwischen 50 und 80 Millionen Hektar Land in Entwicklungs- und Schwellenländern von ausländischen Investoren erworben.