Auf einen von Palästinensern ausgerufenen Waffenstillstand ab Sonntagmorgen folgte nur Stunden später ein weiterer israelischer Luftangriff.
Nach Angaben der israelischen Polizei wurden am Sonntag ab 07.00 Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) vom Gazastreifen aus keine Raketen mehr auf den Süden Israels abgefeuert.
Ein Sprecher der Palästinensergruppe Islamischer Dschihad sagte, seine Organisation werde sich an den von Ägypten vermittelten Waffenstillstand halten, solange auch Israel dies tue. Der Dschihad behalte sich aber das Recht vor, auf Eskalationen seitens Israels zu reagieren, fügte Daud Schahab hinzu.
Israelischer Luftangriff
Ungeachtet des Waffenstillstands griff ein israelisches Kampfflugzeug am Sonntagnachmittag östlich von Rafah im Süden des Gazastreifens nach Armeeangaben ein "terroristisches Kommando" an, das Raketen auf Israel habe abfeuern wollen.
Dabei wurde ein Palästinenser getötet und ein weiterer schwer verletzt.
Bei einem ersten israelischen Angriff wurden zuvor fünf Kämpfer der Al-Kuds-Brigaden getötet. /


Beide gehörten der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) an, die das Waffenstillstandsabkommen ebenso wie die Hamas unterzeichnet hatte.
Die israelische Luftwaffe hatte bereits am Samstag mehrere Luftangriffe im Gazastreifen geflogen, bei denen neun Kämpfer militanter Palästinensergruppen getötet und mehrere verletzt wurden.
Opfer unter Al-Kuds-Brigaden
Bei einem ersten Angriff nahe Rafah wurden zunächst fünf Kämpfer der Al-Kuds-Brigaden getötet, des bewaffneten Arms des Islamischen Dschihad. Nach israelischen Militärangaben richtete sich der Angriff gegen eine "Gruppe von Terroristen", die gerade einen Raketenangriff vorbereiteten.
Bei der Bombardierung weiterer Ziele im Gazastreifen wurden vier Palästinenser getötet. Mindestens zwei von ihnen hatten den Al-Kuds-Brigaden zufolge versucht, eine Grad-Rakete Richtung Israel abzufeuern.