Am Freitag hatte sich den Angaben zufolge ein Selbstmordattentäter im Viertel Al-Midan in die Luft gesprengt und 26 Menschen mit in den Tod gerissen. 63 Personen wurden verletzt.
Der Stadtteil gehört zu den Hochburgen der Protestbewegung gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Oppositionelle äusserten deshalb die Vermutung, der Anschlag sei ein Racheakt des Regimes.
Der Vorsitzende des für Syrien zuständigen Ausschusses der Arabischen Liga, Katars Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani, warf der Führung in Damaskus derweil vor, nichts zu tun, um die Gewalt in dem Land zu beenden.
Terroranschlag in Damaskus. /


Die Beobachtermission dürfe nicht «ihre Zeit verschwenden», kritisierte er im arabischen Sender Al-Dschasira. Die Liga werde am Sonntag darüber sprechen.
Fortsetzung der Beobachtermission ungewiss
Ein arabischer Diplomat sagte in Beirut, dann werde womöglich auch entschieden werden, ob die Mission fortgesetzt oder der UNO-Sicherheitsrat eingeschaltet werde. Das könnte eine internationale Intervention zur Folge haben.
Der Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, hatte zuvor ein vorzeitiges Ende der für einen Monat geplanten Mission jedoch abgelehnt. Seit Beginn des Aufstands gegen Assad im März sind tausende Menschen getötet worden.