Annan werde sich bemühen, durch Vermittlungen ein Ende der Gewalt und der Menschenrechtsverletzungen in Syrien zu erreichen und sich für eine friedliche Lösung der Krise einsetzen, hiess es. Annan werde dazu mit Kräften innerhalb und ausserhalb Syriens zusammenarbeiten.
Ziel sei eine «politische Lösung, die die demokratischen Hoffnungen der syrischen Bevölkerung erfüllt». Dem Ghanaer soll ein Stellvertreter aus dem arabischen Raum zur Seite gestellt werden.
Annan war zuvor als Favorit für den Posten genannt worden. Am Freitag kommen Vertreter von mehr als 50 Staaten und internationalen Organisationen zu einer Syrien-Konferenz in Tunesien zusammen.
Kofi Annan ist zum Sondergesandten für Syrien ernannt worden. /

Ein Mann mit Erfahrung
Kofi Annan war von 1997 bis 2006 Generalsekretär der Vereinten Nationen. Anschliessend schaltete er sich als Vermittler in Krisen ein, etwa vor vier Jahren bei den heftigen Unruhen nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Kenia.
Die UNO bemüht sich um ein Ende des blutigen Vorgehens der syrischen Regierung gegen die Protestbewegung in dem arabischen Land. In der vergangenen Woche forderte die UNO-Vollversammlung ein sofortiges Ende der Gewalt, ihre Resolution hat aber nur symbolischen Charakter.
Ein Eingreifen des UNO-Sicherheitsrates scheiterte bislang am Veto Russlands und Chinas. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen seit Beginn des blutigen Aufstands gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im März 2011 mehr als 7600 Menschen ums Leben.