Hitzfeld pries nach dem Sieg vor allem die defensive Ordnung und die kämpferische Leistung. «Wir waren gut organisiert und liessen wenig zu. Es gab kaum gefährliche Situationen.» Er lobte insbesondere die beiden zentralen Mittelfeldspieler Gökhan Inler und Valon Behrami für ihre «sehr gute Arbeit».
Die geforderte Steigerung im Vergleich zum 2:0-Sieg vom vergangenen Freitag in Slowenien hat Hitzfeld vor allem vor der Pause gesehen. «In der ersten halben Stunde hatten wir viel Ballbesitz und liessen dem Gegner keine Torchance.» Doch Hitzfeld liess durchblicken, dass er bei Weitem nicht mit allem und allen zufrieden war. Er verzichtete auf (negative) Einzelkritik, doch: «Jeder hat versucht, seine Leistungsgrenze zu erreichen. Nicht jedem ist es gelungen.»
Dennoch ist nun ist die Ausgangslage nach zwei Spielen so komfortabel wie noch nie für ihn als Nationalcoach. Nach einem Punkt in der WM-Qualifikation 2010 (2:2 in Israel, 1:2 gegen Luxemburg) sowie zwei Niederlagen in der EM-Ausscheidung 2012 (1:3 gegen England, 0:1 in Montenegro) hat diese Schweizer Kampagne optimal begonnen.
Nati-Coach Ottmar Hitzfeld hielt seine Emotionen im Zaum. (Archivbild) /


Doch im Hinblick auf das Spiel gegen Norwegen, das auf die Startniederlage in Island mit einem 2:0-Heimsieg gegen Slowenien reagierte, hebt Hitzfeld den Mahnfinger: «Das ist der grösste Konkurrent. Wir werden uns da nochmals steigern und noch konzentrierter ins Spiel gehen müssen.»
Angetan war Hitzfeld von der Stimmung im Stadion. Zwar waren die albanischen Zuschauer in der Überzahl, doch die Schweizer Fans hätten sich gut geschlagen. «Sie waren sehr lautstark und haben am Schluss dieses Duell auf den Rängen auch gewonnen.»
Dass die hitzige Atmosphäre in der Swissporarena zu einem überharten Spiel führte, verneinte Hitzfeld. «Das war ein Spiel mit internationalem Standard. Leider haben wir zu viele Gelbe Karten gekriegt. Einige waren berechtigt, andere weniger. Da müssen wir noch dazulernen.»