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Vorwürfe von Amnesty an syrische Parteien
Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat allen Konfliktparteien in Syrien Kriegsverbrechen vorgeworfen. Zwar seien nach wie vor die syrischen Regierungstruppen verantwortlich für die meisten Kriegsverbrechen und anderen Menschenrechtsverletzungen in dem Land.
fajd / Quelle: sda / Donnerstag, 14. März 2013 / 09:18 h
Jedoch gebe es eine Zunahme von Geiselnahmen, Folter und Hinrichtung von Gefangenen durch Rebellen, heisst es in einem auf neuen Amnesty-Recherchen basierenden Bericht, den die Organisation veröffentlichte.
Syrische Regierungstruppen bombardieren Amnesty zufolge «weiter wahllos Zivilisten, setzen dabei auch Streubomben ein und machen ganze Nachbarschaften dem Erdboden gleich». Bei ihren Ermittlungsreisen Anfang März fanden Amnesty-Mitarbeiter neun Streubomben in der Nähe einer dicht bewohnten Siedlung.
Nicht nur Syrischen Regierungstruppen seien verantwortlich für die Kriegsverbrechen. (Archivbild) /
Die Recherchen belegen laut Amnesty eine Zunahme der Übergriffe durch oppositionelle Gruppen. Zeugen beschrieben laut Amnesty in der Gegend um Süddamaskus ein sogenanntes «Todesloch», in dem die Leichen von hingerichteten Regierungssoldaten und angeblichen Informanten versenkt werden.
Amnesty International forderte die UNO dazu auf, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) umgehend mit der Untersuchung dieser Verbrechen zu beauftragen. Alle Verantwortlichen müssten für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.
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