Die Opfer waren in Konvois von zwei Hochzeitsgesellschaften mitgefahren und wurden irrtümlich für Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida gehalten, wie Heyns unter Berufung auf die jemenitischen Behörden erklärte.
Der Jemen könne nicht akzeptieren, dass auf seinem Staatsgebiet «das Recht auf Leben» verletzt werde, sagte Heyns. Auch der UNO-Sonderberichterstatter zu Folter, Juan Méndez, zeigte sich besorgt. Die beteiligten Staaten seien verpflichtet, den Vorfall aufzuklären.
Seit Jahren setzen die USA im Jemen Drohnen ein. /

Dutzende Extremisten getötet
Die USA setzen im Jemen seit Jahren Drohnen gegen Angehörige der Kaida und örtliche Ableger des Terrornetzwerks ein. Allein dieses Jahr wurden schon Dutzende mutmasslicher Extremisten getötet. Die Angriffe der unbemannten Flugkörper sind höchst umstritten, weil dabei immer wieder unbeteiligte Zivilisten zu Tode kommen.
Drei Tage nach dem Angriff auf die Hochzeitsgesellschaften, der nach Angaben des jemenitischen Sicherheitsrates dem Fahrzeug eines Kaida-Anführers galt, hatte Jemens Parlament den USA Drohnenangriffe auf dem eigenen Staatsgebiet verboten. Die politische Durschschlagskraft des Beschlusses bleibt jedoch fraglich, denn nach Einschätzung von jemenitischen Politikern ist der Vorstoss weder für die USA noch für Jemens Regierung bindend.