Die Aufständischen seien am Abend bei "zwei Operationen" gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) nahe den seit Tagen umkämpften Städten Ramadi und Falludscha getötet worden.
Der erste Einsatz habe sich nahe der Provinzhauptstadt Ramadi ereignet. Dabei seien 25 Kämpfer getötet worden. Danach hätten die Soldaten eine grosse ISIL-Versammlung bei Garma unweit der Stadt Falludscha attackiert und weitere 30 Gruppenmitglieder getötet, sagte Madscheed.
Auslöser der jüngsten Gewalteskalation in Anbar war die Räumung eines sunnitischen Protestlagers in Ramadi am Montag. Der irakische Regierungschef Nuri Al-Maliki hatte das Lager als Hauptquartier der Al-Kaida-Führung in der Region bezeichnet.
Das irakische Militär hat anscheinend 55 «Al-Kaida-Kämpfer» getötet. (Symbolbild) /


Die gewaltsame Räumung löste blutige Gefechte aus.
Falludscha in den Händen der Islamisten
Der weitgehende Rückzug der Sicherheitskräfte aus Ramadi und Falludscha ermöglichte dann den Kämpfern von ISIL, sich in beiden Städten festzusetzen. Am Samstag fiel Falludscha vollständig in die Hände der ISIL-Kämpfer wie ein ranghoher Sicherheitsbeamter mitteilte.
"Alles ist ausgestorben wie in einer Geisterstadt", sagte ein Bewohner der Stadt 70 Kilometer westlich von Bagdad. "Alle Läden sind geschlossen, und auf den Strassen ist niemand zu sehen ausser den Militanten." Häufig seien Schüsse zu hören.
Zahlreiche Menschen seien auf der Flucht, erzählte ein Mitglied des Gemeinderats dem irakischen TV-Sender Alsumaria News. "Etwa 9000 der 31'000 Familien sind vor den heftigen Kämpfen aus der Stadt geflüchtet", sagte der Mann namens Faleh al-Eissawi. Die humanitäre Lage in der Stadt sei bedenklich, da die Grundversorgung nicht mehr sichergestellt sei.
Maliki bleibt hart
Allein am Freitag wurden bei den Kämpfen zwischen den Al-Kaida-nahen Rebellen sowie irakischen Sicherheitskräften und Stammesmilizen mehr als hundert Menschen getötet. Sicherheitsbeamte teilten mit, im Gebiet von Ramadi und Falludscha habe es am Samstag auf Seiten der Armee acht Tote gegeben.
Der staatliche Fernsehsender Irakija zitierte Ministerpräsident Maliki mit den Worten, die Regierung werde "nicht nachgeben", bis "alle Terrorgruppen" beseitigt seien.