Bryan Salt von ThinkerThing wirbt mit seiner Indiegogo-Kampagne «Open Board Games» genau dafür: Nach dem von seiner Firma erstellten Rahmenwerk können unzählige neue Spielideen entworfen und ausgedruckt werden.
Druckpläne als Download
28.000 Dollar (rund 26.400 Euro) sollen mit der Kampagne eingesammelt werden. Als Grundgerüst für weitere Gesellschaftsspiele wird zum Beispiel der Druckplan für sechseckige Spielfelder zur Verfügung gestellt, die wie Bienenwaben in beliebiger Form aneinandergereiht werden können. Auch einige Charaktere - etwa vom Roboter-Spiel «Rust to Dust» oder dem Dinosaurier-Spiel «Miomon» - können per 3D-Druck nachgebaut werden, die nötigen Files stehen gratis zur Verfügung.
«Mensch ärgere dich nicht» vielleicht auch bald aus dem 3D-Drucker? /


«Ein Unterstützer hat die kostenlosen Datensätze schon heruntergeladen und ausgedruckt. Er hat uns Bilder und Feedback zum Druck geschickt und wir gestalten die Modelle bereits um, um den 3D-Druck der Hände zu verbessern», freut sich Salt. Langfristig hofft er, dass sich eine Fangemeinschaft bildet, die sich über die Entwicklung neuer Spiele austauscht.
Paradies für Entwickler
Auch Hacker und Entwickler sollen durch «Open Board Games» angezogen werden, damit interaktive Spielteile gebaut werden können, die etwa über Lichtsensoren oder Mikrosteuerungen verfügen. «Diese komplexeren Teile könnten den Spielablauf verändern oder optisch auf interessante Art und Weise verbessern - ein Sensor erkennt zum Beispiel eine Spielfigur in der Mitte, was wiederum einen in 3D gedruckten Mechanismus dazu bringt, sich auf den umliegenden Feldern auszuklappen», schwärmt Salt abschliessend.