Entscheidend, wie es mit dem Militärgelände weitergeht, ist die Frage, ob es weiterhin einen Flugbetrieb gibt oder nicht. Bundesrat Ueli Maurer hatte im Mai eröffnet, der Bund werde auf eine Wiederaufnahme des militärischen Jetbetriebes in Dübendorf verzichten. Dem Bund gehört das Land. Eingetragen ist es in der Landwirtschaftszone.
Obwohl der Bund also das Land besitzt, macht sich die Zürcher Kantonsregierung Gedanken über die künftige Nutzung des riesigen Gebietes. Es sei ein Edelstein, den man zu einem Juwel schleifen wolle, sagte der Zürcher Baudirektor Markus Kägi vor den Medien.
Kein Wettbewerb
Vier Teams wurden eingeladen, Vorschläge für Nutzungen mit und ohne Flugbetrieb zu machen.



Für die Zürcher Kantonsregierung ein Edelstein: Flugplatz in Dübendorf. /


Die Vorschläge unterscheiden sich in der Anordnung von Gebäuden, Freiflächen sowie Flugpisten auf dem Areal. Gemäss Kägi ging es nicht um einen Wettbewerb, sondern um eine «vorurteilslose Auslegeordnung».
Daraus gehe klar hervor, dass auf dem Gebiet keine konventionelle Mischnutzung entstehen soll. Das Gelände eigne sich insbesondere für Sondernutzungen mit grösserem Flächenbedarf und kantonaler beziehungsweise nationaler Ausstrahlung, sagte Bernd Scholl, Professor für Raumentwicklung an der ETH Zürich und Vorsitzender der Expertenkommission der Testplanung.
Für das weitere Vorgehen sei nun vor allem die Grundsatzfrage definitiv zu klären, ob es weiterhin einen Flugbetrieb - ob zivil oder militärisch - geben werde. Der Regierungsrat will sich dafür einsetzen, dass diese Frage bis Ende 2009 beantwortet ist.