Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte zunächst nur, dass sieben deutsche Staatsbürger vermisst würden. Noch seien die Umstände «völlig unklar». Ein Krisenstab sei eingerichtet, die deutsche Botschaft in Sanaa stehe in «engstem Kontakt» mit den örtlichen Behörden.
Von amtlicher südkoreanischer Seite hiess es, eine 34-jährige Lehrerin sei seit Donnerstagabend nicht mehr zu erreichen. Ein Sprecher des Aussenministeriums in Seoul sagte der Nachrichtenagentur Yonhap, es werde vermutet, dass bewaffnete Rebellen die Frau verschleppten.
Der Jemen zieht Touristen an, allerdings geschehen immer wieder Entführungen. Bislang gingen sie meist glimpflich aus für die Geiseln. /


Die insgesamt neun Ausländer gehören gemäss örtlichen Angaben zu einer internationalen Hilfsorganisation, die für ein Spital der Stadt Saada tätig sei.
Rebellen weisen Vorwürfe zurück
Der vom Verteidigungsministerium zitierte Behördenvertreter sagte, Mitglieder der Rebellenorganisation Huthi Saidi hätten die Ausländer entführt. Ein Sprecher der Organisation bestritt dies kategorisch und sprach von einer «Schmutzkampagne» der Regierung.
In den vergangenen 15 Jahren wurden im Jemen mehr als 200 Ausländer von unterschiedlichen Stämmen entführt. Oft geht es dabei um Auseinandersetzungen mit der Regierung, in anderen Fällen wollen die Geiselnehmer inhaftierte Stammesmitglieder freipressen. Die Entführungen gehen für die Geiseln meist glimpflich aus.