Der tatsächlich bezahlte Preis wird zwischen Verarbeitern und Produzenten ausgehandelt. Die Branchenorganisation begründet in einer Mitteilung den höheren Richtpreis für das letzte Quartal des Jahres mit den besseren Aussichten auf den internationalen Märkten.
Ausserdem werden 3500 Tonnen Butter aus den Butterlagern abgebaut. Die Kosten von rund 20 Millionen Franken sollen Bund, Verarbeiter und Milchproduzenten gemeinsam tragen. Zudem verfolgt die Branchenorganisation Pläne zur Steuerung der Milchmenge weiter. Konkretisiert werden soll ein Modell mit Vertragsmilch, Börsenmilch und Abräumungsmilch.
Die Bauern wollen mehr Geld für die Milch. /

Verband fordert Umsetzung
Insbesondere die Milchproduzenten erhoffen sich davon, den nach der Aufhebung der Milchkontingentierung auf den 1. Mai 2009 sinkenden Milchpreis über die Menge der produzierten Milch zu steuern. Der Milchproduzentenverband SMP forderte denn auch eine rasche Umsetzung des geplanten Modells.
Einen Milchstreik lehnt er dagegen ab, da dieser die Differenzen zwischen den Produzenten noch vertiefen könne, wie es in einer Mitteilung heisst. Der SMP spricht sich stattdessen für «sympathische Aktionen» aus, die auf die schwierige Lage der Milchbauern aufmerksam machen sollen.
Einen Milchstreik hatten die Bauern letztmals Mitte 2008 durchgeführt und damit eine spürbare Erhöhung des Milchpreises durchgesetzt. Einige Gruppierungen in der Branche denken auch heute wieder laut über einen Lieferstopp nach.