Wie Hannes Schwaderer, Geschäftsführer von Intel Deutschland, in Hamburg erklärte, seien die universell einsatzbaren Atom-Prozessoren demnächst auch in ganz anderen Geräten als Netbooks und Nettops zu finden. Auch über die technische Weiterentwicklung gab Schwaderer Auskunft.
So sollen in Zukunft auch Smartphones durch den Atom-Chip vollwertige PC-Technik bekommen, wenn es nach Intel geht. Dafür müssen die Chips allerdings noch kleiner und stromsparender werden. Aus diesem Grund wird der Atom-Prozessor in Zukunft weiter verkleinert, die Entwicklung arbeitet derzeit daran, den Prozessor in 22-Nanometer-Technologie zu fertigen.
Stomverbrauch soll sinken
Der Stromverbrauch soll ebenfalls weiter sinken, das grosse Ziel für Intel liegt bei einer Energieaufnahme von nur 400 Milliwatt.
Ein Labor für Atomoptik. (Archivbild) /


Derzeit werden Handys meist von ARM-Chips von Intel-Konkurrenten wie Qualcomm, Marvell, Freescale und Texas Instruments angetrieben.
Neben den mobilen Rechnern sollen aber demnächst vor allem Geräte der Kategorie Consumer Electronic, also vor allem Fernseher und Set-Top-Boxen, mit Atom-Kraft betrieben werden. Um das Internet am TV näher an das PC-Gefühl anzugleichen und nicht auf umständliche Widget-Oberflächen setzen zu müssen, werden laut Schwaderer auch Fernsehgeräte mit Atom-Chips bestückt werden.
In Set-Top-Boxen sollen ebenfalls Atom-Prozessoren den Takt angeben. Das ist vor allem sinnvoll, um den teuren Fernseher nicht bei jedem Technologie-Sprung austauschen zu müssen, sondern nur die günstigere Zusatz-Box, die die Technik beinhaltet.
Autos mit Atomprozessoren
Mit den beiden grossen Automobilkonzernen BMW und Mercedes Benz hat Intel zudem weitere Partner gewonnen, die die Verbreitung der Atom-Plattform auf ganz neue Geräte ausdehnen.
Ab 2012 sollen Auto-Modelle der beiden Hersteller in Serie gehen, die in der Fahrzeugelektronik und dem Entertainment mit Atom-basierten Systemen ausgerüstet werden. Insgesamt zieht Intel also viel Profit aus dem kleinen Chip, der sich immer mehr zum «Schweizer Messer der Prozessoren» entwickelt.