Während der Marktanteil des iPhones im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 16,1 Prozent stagnierte, rutschte der Marktanteil der Blackberry-Smartphones von 19,9 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 14,5 Prozent ab. Dabei hatte RIM im vierten Quartal 2010 mit 14,5 Millionen Stück mehr Smartphones ausgeliefert als in den Monaten Oktober, November und Dezember 2009 (10,7 Millionen). Bei den Verkaufszahlen für das ganze Jahr liegt RIM mit 48,8 Millionen Geräten noch vor Apple mit 47,5 Millionen.
Insgesamt lieferten die Hersteller im vierten Quartal des vergangenen Jahres weltweit rund 100,9 Millionen Smartphones aus. Am stärksten zulegen unter den Herstellern konnten laut IDC aber Samsung und HTC. Die asiatischen Elektronikkonzerne vervielfachten ihre Marktanteile auf 9,6 Prozent beziehungsweise 8,5 Prozent. Beide Smartphone-Hersteller setzen stark auf das von Google initiierte mobile Betriebssystem Android. «Android legt weiterhin rasant zu», stellte IDC-Analyst Ramon Llamas heute fest. Das treibe den gesamten Markt an.
Blackberry versus iPhone. /


Im Gesamtjahresvergleich von IDC liegen Samsung und HTC mit jeweils etwas mehr als 20 Millionen ausgelieferten Smartphones auf den Rängen vier und fünf.
Nokia kann beim Innovationstempo nicht mithalten
Die meisten der über 100 Millionen verkauften Smartphones stammen immer noch vom finnischen Traditionskonzern Nokia. Doch der Marktanteil der Finnen schrumpft stetig, zuletzt binnen eines Jahres von 38,6 Prozent auf 28,0 Prozent. Im vierten Quartal 2010 hat der Marktführer rund 28,3 Millionen Smartphones verkauft, im gesamten Jahr rund 100,3 Millionen. Nokia kann beim Innovationstempo mit seinem Betriebssystem Symbian nicht mit Apples iOS und Android mithalten. Zudem gelang es den Finnen bislang nicht, auf dem wichtigen Handy-Markt USA Fuss zu fassen.
Der IDC-Analyst Llamas prophezeit, dass der Smartphone-Markt weiter schnell wachsen werde. Immer mehr Menschen stiegen auf die multifunktionalen, Internet-fähigen Handys um - weil die Hersteller vermehrt Einsteigergeräte anböten und zudem die Preise für die hochwertigen Smartphones fielen. «Die Folge werden ein grösserer Wettbewerb und mehr Auswahl für die Nutzer sein», so Llamas.