Die Teams wollen nun zuerst den Entscheid von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone abwarten, ob der GP von Bahrain durchgeführt oder wegen der politischen Unruhen abgesagt wird. Während die Teams die Situation diese Woche in Barcelona besprechen wollen, hat Ecclestone einen Entscheid für Dienstag oder Mittwoch nächster Woche in Aussicht gestellt. «Wenn sich die Situation bis dahin nicht beruhigt hat, werden wir wahrscheinlich absagen müssen», sagte Ecclestone.
Die «Deadline» von Mitte nächster Woche ergibt sich aus dem Faktum der übernächste Woche in Bahrain geplanten Testfahrten, wofür die Teams ihre Fahrzeuge schon vor dem Wochenende losschicken müssten.
Plattform für nationale Proteste
«Wir wären sehr enttäuscht, wenn der Saisonauftakt nicht in Bahrain stattfände», sagte Adam Parr von Williams und sprach einen heiklen Punkt an: Die Formel 1 wird im vorliegenden Fall als Plattform für nationale Proteste benützt.
Saisonauftakt in Bahrain? /


«Es geht ja nicht nur um die Sicherheit der Formel 1. Man muss auch sensibel dafür sein, was im Land passiert», sagte Parr.
Die Fahrer haben sich noch nicht zu der drohenden Absage geäussert. Selbst Fahrer, die sonst in Netzwerken wie Twitter oder Facebook sehr aktiv sind, hielten sich bedeckt. Bei den viertägigen Testfahrten in Barcelona, die am Freitag begannen, herrschte der Tenor: «Wenn wir nicht in Bahrain fahren, fahren wir eben nicht in Bahrain.»
Alternativen für das Rennen im Golfstaat gäbe es so gut wie keine. Sollte der GP ausfallen, würde die WM 2011 in 19 statt in 20 Läufen entschieden werden.