Tags zuvor hatte der UNO-Sicherheitsrat einer Flugverbotszone über Libyen zugestimmt. Koussa verurteilte diese Massnahme in seiner im Fernsehen übertragenen Erklärung in Tripolis. Libyen sei darüber «sehr traurig».
«Die Republik Libyen unternimmt alles, um die Zivilbevölkerung zu schützen und ihr die benötigte humanitäre Hilfe zukommen zu lassen», führte er weiter aus. Libyen sei bereit zum Dialog, sagte der Minister, ohne Details zu nennen.
Noch kurz vor der Erklärung Koussas hatten libysche Truppen einen neuen Angriff gegen die von Rebellen gehaltene Stadt Misrata gestartet.
UN beschliesst Flugverbotszone
Nach der Genehmigung der UN-Resolution 1973, welche auch die Schaffung einer Luftverbotszone über Libyen beinhaltet, kündigte Grossbritannien eine baldige Intervention an.
Frankreich werde sich an militärischen Aktionen beteiligen, sagte Regierungssprecher François Baroin am Freitag dem Sender RTL. Wann, wo und in welcher Form die Angriffe stattfinden würden, wolle er im Moment nicht mitteilen.
Grossbritannien bereitet sich auf ein militärisches Eingreifen vor. /

Gaddafi-Schild in Tripolis. /


Auch Norwegens Verteidigungsministerin Grete Faremo sagte eine Beteiligung ihres Landes an der Militärintervention zu.
Der Nato-Rat wolle am Freitagmorgen in Brüssel zu einem Sondertreffen zusammenkommen, wie Sprecherin Oana Lungescu mitteilte.
Zuvor lancierten Gaddafis Truppen eine neue Offensive und bombardierten die Rebellen mit intensivierter Härte.
Schärfere EU-Sanktionen gegen Libyen
Die Europäische Union wird die Sanktionen gegen die Herrschenden in Libyen erneut verschärfen. Nach Angaben von Diplomaten werden die Aussenminister bei einem Treffen am Montag in Brüssel unter anderem über einen möglichen Boykott libyscher Öllieferungen sprechen.
Die Aussenminister werden auch über schärfere Sanktionen gegen Libyen beraten. So sollen nach Angaben von Diplomaten etwa zehn zusätzliche Firmen zu einer Liste von bisher 14 Unternehmen hinzugefügt werden, deren Konten in der EU gesperrt sind.
Die verschärften Sanktionen könnten beim EU-Gipfel am kommenden Donnerstag offiziell beschlossen werden.
Sarkozy lädt zu Gipfeltreffen
Frankreich hat unterdessen für Samstag zu einem internationalen Gipfeltreffen über die Lage in Libyen eingeladen.
Präsident Nicolas Sarkozy habe dazu auch Vertreter der arabischen Welt nach Paris gebeten, sagte der britische Premierminister David Cameron. Er selbst werde auch an dem Treffen teilnehmen.