Die Zahl der Patienten, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, sollten demnach bis 2015 mehr als verdoppelt werden, hiess es am Freitag in New York.
Derzeit versorgt die internationale Gemeinschaft rund 6,6 Millionen Aids-Kranke in armen Ländern insbesondere in Afrika mit antiretroviralen Medikamenten. Die jährlichen Kosten betragen zehn Milliarden Dollar.
Um das Ziel von 15 Millionen Patienten zu erreichen, müssten nach Schätzungen der UNO weitere sechs Milliarden Dollar pro Jahr zur Verfügung gestellt werden.
Weltweit sind 34 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, mehr als 9 Millionen von ihnen erhalten bisher keine geeigneten Medikamente.
Mutter-Kind-Ansteckung
In der Erklärung zum Abschluss der dreitägigen UNO-Versammlung in New York setzt sich die internationale Gemeinschaft ausserdem das Ziel, bis 2015 die Übertragungen des HI-Virus von Müttern auf neugeborene Kinder zu stoppen.
Mehr als 9 Millionen, mit HI-Virus infizierte, erhalten bisher keine geeigneten Medikamente. /


Auch die Vorbeugung vor Aids soll verbessert werden. Erstmals wurde in einer UNO-Erklärung ausdrücklich die Wirksamkeit von Kondomen bei der Aids-Verhütung hervorgehoben.
Konkrete Zusagen fehlen
Nichtregierungsorganisationen begrüssten, dass die internationale Gemeinschaft noch in diesem Jahrzehnt allen Aids-Kranken lebensrettende Medikamente beschaffen will. Sie forderten aber konkrete Finanzierungszusagen von den reichen Ländern.
Ohne konkrete Pläne zur Ausweitung der Behandlung sei der Aids-Gipfel eine «Farce», sagte Tido von Schoen-Angerer von «Ärzte ohne Grenzen».
Aids war vor 30 Jahren entdeckt worden. Bisher sterben jährlich 1,8 Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit, 7000 infizieren sich jeden Tag neu mit HIV.