Die Kooperation solle vor allem in den Bereichen Ausbildung und Rüstung verstärkt werden, sagte Jean-Blaise Defago, Sprecher des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), auf Anfrage. Angestrebt werde unter anderem die Ausbildung südkoreanischer Militärs in der Schweiz.
Der VBS-Vorsteher äusserte demnach auch ein klares Bekenntnis zum Einsatz von Schweizer Armeeangehörigen an der Grenze zu Nordkorea. Maurer hoffe jedoch, dass die sicherheitspolitische Lage die Schweizer Mission bald nicht mehr nötig mache.
Am Dienstag hatte Bundesrat Maurer das Schweizer Militärkontingent in Panmunjom besucht. Seit 1953 stellt die Schweiz hier Soldaten für die neutrale Grenzüberwachungskommission NNSC. Dieser gehören neben fünf Schweizer Offizieren auch Militärs aus Schweden und Polen an.
Tipps für erfolgreiche Olympia-Kandidatur
Auch die Zusammenarbeit im Sport stand im Zentrum des Besuchs.
Schweizer Militärwissen für Südkorea: Bundesrat Maurer besucht Südkorea. /


Am Mittwochmorgen traf sich der Bundesrat mit Südkoreas Sportminister Choung Byoung-Gug. Das südkoreanische Pyeongchang hat erst kürzlich die Zusage für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 erhalten.
Man habe den Stolz darüber in jedem Gespräch gehört, sagte Defago. Auch im sportlichen Bereich wolle man in Zukunft den Austausch verstärken und «gegenseitig profitieren», hiess es.
So erhoffe sich die Schweiz Tipps für eine eigene erfolgreiche Kandidatur für Olympische Spiele. Umgekehrt solle das ostasiatische Land am Schweizer Knowhow bei der Austragung von Schneesport-Wettbewerben teilhaben können. Dazu wurde der südkoreanische Minister zu einem Treffen in der Schweiz eingeladen.
Am Mittwochmittag reiste die Schweizer Delegation nach Peking weiter. In China war unter anderem ein Treffen mit Maurers chinesischen Amtskollegen Liang Guanglie geplant.