Dabei seien 15 Militärfahrzeuge und weitere Ziele beschossen worden, teilte das Verteidigungsbündnis am Samstag in Brüssel mit. Elf mit Waffen beladene Fahrzeuge sowie drei militärische Logistikfahrzeuge und ein gepanzertes Kampffahrzeug seien am Freitag zerstört worden.
Auch zwei Militärunterkünfte, ein Beobachtungspunkt von Gaddafis Armee und eine weitere Militäranlage in der Umgebung von Gaddafis Heimatstadt Sirte 360 Kilometer östlich von Tripolis wurden der NATO zufolge getroffen. Ein NATO-Vertreter sagte, Sirte stehe im Mittelpunkt der Einsätze, weil die Stadt eine der letzten Orte unter Gaddafis Kontrolle sei.
Rebellen planen Offensive
Auch die libyschen Aufständischen bereiteten eine Offensive in Sirte vor.
Luftangriffe der Nato in Sirte. (Archivbild) /


Die NATO beschoss am Freitag nach eigenen Angaben auch Ziele in der Nähe von Tripolis, darunter ein Militärlager und eine Raketenabschussanlage. Weitere Luftangriffe hätten sich gegen militärische Ziele in der Nähe von Ras Lanuf, Al-Assah, Okba und al-Asisijah gerichtet.
In Tripolis herrschte am Samstag Ruhe. In der Nacht waren vereinzelt Explosionen und Schusswechsel zu hören gewesen. Ein Anführer der Rebellen räumte ein, dass er und seine Leute nicht wüssten, wo sich Gaddafis letzte kleine Kampfgruppen aufhielten.
Der Leiter des Militäreinsatzes der Rebellen in Tripolis, Abdel Nadschib Mlegta, hatte am Freitagabend erklärt, dass die Aufständischen 95 Prozent der Hauptstadt kontrollierten. Gaddafi-treue Kämpfer gebe es noch im Viertel Abu Slim.