Die Kämpfer war in den vergangenen Tagen bis in die Aussenbezirke der Heimatstadt des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi vorgerückt. Nun bereiteten sie sich auf die weitere Einnahme der Stadt vor, sagte Mustafa ben Dardef, ein Kommandant der Truppen des Nationalen Übergangsrats.
Die Kämpfer gehen davon aus, dass sich Gaddafis 36-jähriger Sohn Mutassim, ein Arzt und Soldat, in Sirte aufhält und den Widerstand befehligt.
Nach Angaben eines Kommandanten des Übergangsrates sind Gaddafi-Anhänger aber möglicherweise bereit, ihre Waffen niederzulegen. Man befinde sich in Gesprächen über eine Waffenruhe, sagte der Brigaden-Kommandant des Übergangsrates, Tuhami Sajani, der Nachrichtenagentur Reuters in Sirte.
Die Verhandlungen gingen auf eine Initiative von Ältesten des Gaddafi-Stammes zurück, sagte Sajani. Die Gaddafi-Anhänger forderten freien Abzug für Angehörige des Stammes sowie der bewaffneten Milizen aus Sirte.
Die Kämpfer gehen davon aus, dass sich Gaddafis 36-jähriger Sohn Mutassim, ein Arzt und Soldat, in Sirte aufhält und den Widerstand befehligt. /

Zivilisten leiden
Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen rund 2000 der 70'000 Bewohner aus der Stadt Sirte. Die Bewohner berichteten, dass es in Sirte an Wasser, Strom und Nahrungsmitteln mangle.
Auch aus der zweiten umkämpften Stadt, Bani Walid, sollen laut UNO-Schätzungen mittlerweile rund 24'000 Menschen geflohen sein. «Wir sind sehr beunruhigt über die Lage der Menschen in Sirte und Bani Walid», sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes.
Durchhalteparolen von Gaddafi
Gaddafi versicherte derweil nach Angaben der Internetseite des ihm treuen Fernsehsenders Allibija, er befinde sich weiterhin in Libyen. Demnach kündigte er in einer Ansprache im Lokalradio von Bani Walid an, er wolle in seinem Land als «Märtyrer» sterben. «Die Helden haben Widerstand geleistet und sind als Märtyrer gefallen», sagte er. «Auch wir rechnen damit, als Märtyrer zu sterben.»