Der Mann, der heute in Thailand lebt und vor Gericht anwesend war, ist neben anderem der Veruntreuung und der Geldwäscherei angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, gegen das Anlagereglement der EKT Holding, der Muttergesellschaft des Elektrizitätswerks des Kantons Thurgau, verstossen zu haben indem er mit Lehman-Brothers-Anlagen ein Klumpenrisiko einging.
Darüberhinaus soll er zwischen 2005 und 2008 in acht Fällen unrechtmässig Provisionen von total 750'000 Franken und und 375'000 US-Dollar entgegengenommen oder solche in Aussicht gestellt bekommen haben.
Vor dem Bezirksgericht im Landenbergsaal im Schloss Arbon müssen sich auch drei Mitangeklagte verantworten; einer von ihnen ist dispensiert. Sie arbeiteten nicht für die EKT Holding, sondern hatten als Berater von Finanzdienstleistungsunternehmen mit dem Finanzchef des EKT zu tun.
Kritik an Anklageschrift
Der Verteidiger einer der Angeklagten kritisierte im Vorwort die Anklageschrift; sie sei mangelhaft und zum Teil würden darin Behauptungen aufgestellt. Er beantragte, die Anklageschrift sei zurückzuweisen.
Das Gericht lehnte diesen Antrag ab.
Der Mann muss sich vor Gericht verantworten. (Symbolbild) /


Es führt am Montag die Befragung der Angeschuldigten durch. Der Ex-Finanzchef der EKT Holding investiert gegenwärtig in Immobiliengeschäfte in Thailand. Im Moment habe er keinen Verdienst, sagte er vor Gericht. Ab 2012 sollen die Geschäft rentieren.
Die Verhandlung vor dem Bezirksgericht dauert voraussichtlich drei Tage. Das Urteil wird am Montag nächster Woche veröffentlicht.