Karl Lagerfeld (78) stand in einem Videointerview von 'Net-a-porter' sich selbst Rede und Antwort. Der Clip zeigt den Mode-Zar in zwei Ansichten: Als Interviewer, der eine Frage nach der anderen stellt und als Befragter, der bereitwillig Auskunft gibt.
Lagerfeld ist bekannt für seine regelmässigen Verspätungen, über die er sich auch in dem Videoclip lustig macht. «Ich komme immer zu spät, weil ich viel Geduld mit den Leuten habe. Ausserdem kam ich drei Wochen nach meinem Geburtstermin auf die Welt und diese drei Wochen werde ich wohl nie zurückbekommen», lachte er.
Der Designer fordert sich anschliessend auf, seine Person in drei Worten zu beschreiben: «Ich möchte, dass du dich ehrlich beschreibst und dann entscheide ich, ob das stimmt, was du gesagt hast», erklärte er. Doch der Befragte antwortete: «In drei Worten? Nein, ich brauche mehr. Das ist nicht so leicht.
Karl Lagerfeld stand sich selbst Rede und Antwort. /


Zuerst habe ich keine Meinung, ich bin nie mit mir selbst zufrieden, ich würde euch natürlich gern eine sehr schmeichelhafte Beschreibung geben, aber das dient wohl eher dazu, die anderen von mir zu überzeugen. Ich liefere keine Beschreibung meiner Person, alles was du wissen willst, kannst du hier sehen - da steckt nichts dahinter», sagte er.
Keine Muse
Anschliessend wandte sich Lagerfeld dem Thema der Musen zu - ein Wort, das ihm ganz und gar nicht gefalle: «Ich hasse dieses Wort, weil es etwas unfreundliches hat. Ich umgebe mich gern mit Mädchen, die mich inspirieren, aber das Wort Muse ist sehr begrenzt und in der Welt der Mode spricht man viele Leute an», grübelte er.
Weiterhin liess er sich über Leute aus, die sich Ratschläge holen, um elegant zu sein. Der Modemacher ist aber überzeugt davon, dass eine Frau, die danach fragen muss, keine Chance hat, den ultimativ eleganten Look je zu erreichen. Mit Stil werde man geboren - oder eben nicht.
Der Interview-Clip von und mit Karl Lagerfeld soll seine neue erschwingliche Kollektion promoten, die auf der Webseite zum Verkauf steht.