Es habe für sie bis zu ihrem bevorstehenden Ausscheiden aus dem Amt die höchste Priorität, aus den Geschehnissen zu lernen und die Sicherheit für die diplomatischen Einrichtungen der USA zu verbessern.
Folgen des arabischen Frühlings
Clinton warnte zudem vor der Gefahr durch radikale Islamisten in Nordafrika. «Bengasi ist nicht im luftleeren Raum passiert», sagte sie. Die Umwälzungen in der arabischen Welt hätten die Machtverhältnisse durcheinandergewirbelt und die Sicherheitskräfte in der Region geschwächt.
Bei dem Angriff in Bengasi am 11. September 2012 waren der US-Botschafter und drei seiner Mitarbeiter getötet worden. Hinter der Attacke standen radikale Islamisten, die genauen Umstände sind aber weiter unklar. Einer Untersuchung des US-Aussenministeriums zufolge gab es an dem Konsulat Sicherheitslücken.
Clinton übernimmt Verantwortung für Sicherheitsmängel in Bengasi /


Die Republikaner haben die Regierung von Präsident Barack Obama wegen der Attacke scharf kritisiert. Die Anhörung Clintons war bereits im Dezember geplant gewesen, wurde wegen einer Erkrankung der Ministerin aber verschoben. Am Nachmittag sollte sie im Repräsentantenhaus erneut Rede und Antwort stehen.
Rekordhohe Popularität
Clinton gibt in den kommenden Tagen ihr Amt ab. Bereits vor Monaten hatte sie angekündigt, Obama für eine weitere Amtszeit nicht als Chefdiplomatin zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger für Clinton nominierte Obama den Senator John Kerry, der am Donnerstag vom Senat angehört werden soll. Seine Bestätigung als neuer Aussenminister gilt als sicher.
Die Aussenministerin verlässt ihr Amt mit einer Rekordpopularität: Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Zeitung «Washington Post» und des TV-Senders ABC zufolge kommt sie auf Zustimmungswerte von 67 Prozent.