Das Konzept: Flugdrohnen suchen Felder zunächst nach Bereichen ab, in denen der Bewuchs verdächtig wirkt, ehe ein Bodenfahrzeug die Lage genauer beurteilt und bei Bedarf tatsächlich Unkrautvernichter freisetzt.
Das von Anders la Cour-Harbo, Robotik-Spezialist an der Universität Aalborg, koordinierte Team ist bereits daran, sein System zu testen. Noch sind weitere Verbesserungen wie zusätzliche Sensoren und eine einfachere Bedienung geplant, berichtet der New Scientist. Jedenfalls aber nährt das Projekt die Hoffnung, dass die Landwirtschaft dank zielgenauerer Unkrautbekämpfung in Zukunft weniger giftige Chemikalien freisetzen wird.
Verräterische Lichtsignatur
Das System nutzt eine auf der Flugdrohne montierte Kamera, die auf bestimmte Bereiche des Lichtspektrums eingestellt ist, in denen sie Nutzpflanzen und Unkraut durch ihr unterschiedliches Reflektionsverhalten unterscheiden kann. Beispielsweise verraten sich Disteln in einem Rote-Rüben-Feld dadurch, dass sie gelbes Licht stärker absorbieren als die Rüben.
Herbizide könnten durch die neue Technik gezielter eingesetzt werden als bisher. /


Mit den Daten des Fluggeräts lassen sich Karten vom Feld erstellen und bestimmen, wo sich verdächtige Pflanzen befinden. Eine Drohne am Boden kann dann kontrollieren, ob es sich wirklich um Unkraut handelt und nur dann ein Herbizid einsetzt, wenn es wirklich erforderlich ist.
Obwohl das System weitgehend autonom funktioniert, ist ein potenzielles Hindernis für die praktische Anwendung, dass Landwirte von so viel Hightech überfordert sein könnten. Daher will das ASETA-Team die Bedienung noch weiter vereinfachen. Zudem ist geplant, die Flugdrohne mit extra Sensoren und mehr Rechenleistung auszustatten. Das soll dem System ermöglichen, noch genauere Karten der Felder zu erstellen, die auch den Nährstoffgehalt des Bodens, Wachstumsphasen der Pflanzen und etwaigen Schädlingsbefall widerspiegeln.