Bis dato haben über 600 Personen um Futterrationen für ihre Tiere angesucht. Dr. Amir Khalil, Leiter der Tiernothilfe bei «Vier Pfoten», ist seit Anfang letzter Woche in der Krisenregion aktiv: «Der Ansturm von betroffenen Menschen auf unsere Futterausgabestelle ist ungebrochen. Bis jetzt hat unser Logistik-Team rund 60 Tonnen Futter in den gesperrten Gebieten bereitgestellt - für Rinder, Schweine, Hühner, aber auch Hunde und Katzen.» Aufgrund der grossen Menschenmenge hilft die lokale Polizei dabei, einen geregelten Zugang sicherzustellen. Unterstützt wird das Team auch von serbischen Volontären, die vor allem bei der Verständigung helfen.
Sperrgebiet
Zehn Tage nach der Flut ist das Gebiet in und um Obrenovac noch immer teilweise Sperrgebiet; viele Menschen durften bis dato noch nicht in ihre Häuser zurück.
Das Team konnte bereits zahlreiche Hunde aus dem überfluteten Gebiet befreien. /


Zurückgelassene Haustiere können nur dank Hilfe von Freiwilligen und «Vier Pfoten» überleben. Das Rettungsteam ist daher weiterhin mit Schlauchbooten unterwegs, um in Ställen eingeschlossene Nutz- und Heimtiere mit Medizin und Futter sowie frischem Wasser zu versorgen. Das Team konnte bereits zahlreiche Hunde aus dem überfluteten Gebiet befreien, medizinisch erst versorgen, gegen Tollwut impfen und ihren Besitzern zurückgeben.
Seuchengefahr
Aufgrund der nun herrschenden hohen Temperaturen und der noch nicht entsorgten Tierkadaver herrscht weiterhin Seuchengefahr. Die Tierschutzorganisation wird der serbischen Tierschutzbehörde auf deren Anfrage hin seine Expertise bei der Seuchenprävention zur Verfügung stellen.
Unmittelbar nach der verheerenden Flutkatastrophe wurde «Vier Pfoten» von der serbischen Regierung offiziell um Hilfe gebeten und ist die einzige zugelassene Tierschutzorganisation vor Ort. Derzeit ist das Team in der stark betroffenen Stadt Obrenovac aktiv. Der Einsatz findet in enger Zusammenarbeit mit dem serbischen Landwirtschaftsministerium und der Veterinärmedizinischen Universität Belgrad statt,