Eine aktuelle Studie der Boston University bei Betroffenen, deren Bauchspeicheldrüse mit dem Smartphone in Verbindung steht, hat bereits positive Ergebnisse geliefert.
Blutwerte automatisch reguliert
Das Gerät übernimmt die Überwachung und Regulierung der Zuckerwerte im Blut. Alle fünf Minuten wird ein Signal von einem Glukosemonitor unter der Haut an eine iPhone-App geschickt. Das App berechnet die Menge an Insulin oder Glukagon, die benötigt wird und schickt ein Signal an die vom User getragenen Pumpen. Sie geben dann die erforderliche Menge frei. Vor dem Essen können Daten über die Art und Menge der Nahrungsmittel eingegeben werden.
Die künstliche Bauchspeicheldrüse schnitt bereits 2010 bei den ersten klinischen Studien im Krankenhaus gut ab. Entscheidend waren jedoch die Tests in einer natürlichen Umgebung.
Das Gerät übernimmt die Überwachung und Regulierung der Zuckerwerte im Blut.(Symbolbild) /


Für die aktuellste Studie wurden 20 Erwachsene mit dem Gerät ausgestattet und fünf Tage lang in einem Hotel untergebracht. Sie konnten ihre Tage frei gestalten, in Restaurants essen und ins Fitnessstudio gehen.
32 junge Menschen zwischen zwölf und 20 Jahren wurden in einem Sommerlager für Kinder mit Diabetes ebenfalls überwacht. Bei beiden Gruppen wurden die Ergebnisse mit der bionischen Bauchspeicheldrüse mit jenen verglichen, die sie über die normalen Methoden zur Feststellung der Werte und der Verwendung einer Insulinpumpe erreichten, bei der man die freigegebene Menge selbst berechnen musste.
Überraschend gute Testergebnisse
Laut Damiano übertreffen die Testergebnisse die Erwartungen der Wissenschaftler. Die Einstellung der Patienten funktionierte mit dem Gerät deutlich besser als wenn es die Patienten selbst machten. Das ist von entscheidender Bedeutung, da eine bessere Kontrolle der Werte, also eine grössere Annäherung an den Normalbereich, langfristige Komplikationen der Erkrankung verhindern kann.
Die Studie hatte auf die Teilnehmer auch grosse emotionale Auswirkungen. «Sie haben einen Eindruck von einem Leben ohne Diabetes erhalten und das ist von entscheidender Bedeutung», freut sich Damiano. Er hofft, dass eine Reihe längerer Tests in diesem Monat und im nächsten Jahr den Weg für eine Zulassung durch die FDA http://fda.gov ebenen wird. Mit etwas Glück könnte es 2017 soweit sein.